Rückblick 2007


Seniorenkompetenzzentrum St. Klara eröffnet

Am 3. Juli 2007 wurde im Beisein von Landeshauptmann Dr. Pühringer und Landesrat Ackerl das Seniorenkompetenzzentrum St. Klara der Franziskanerinnen feierlich seiner Bestimmung übergeben.
Projektleiterin ist Mag. (FH) Marlene Harringer-Michlmayr. Es befindet sich im Seminarhaus St. Klara in Vöcklabruck. Das Seniorenkompetenzzentrum will kompetenter Partner für Ältere, ihre Angehörigen oder Bezugspersonen sein und hat verschiedene Zielsetzungen. Einerseits ist St. Klara Selbsthilfeplattform (Krankenbesuche, Hilfestellungen im Haushalt, Leihoma/Leihopa, Gesprächsrunde für pflegende Angehörige) und andererseits werden gemeinsame Veranstaltungen und Kurse (Erbrecht, gesunde Ernährung, IT und Computer, Gymnastik, Spieleklub, Erlernen von Fremdsprachen, Reisen…) angeboten. Vor allem steht auch Lehren und Lernen im Vordergrund, ältere Personen sollen Gleichaltrigen ihr Wissen weitergeben, gemeinsame Wissenserweiterung soll so erreicht werden. Und natürlich stehen Kontakte, Spaß und Freude im Mittelpunkt. Vielfältig sind auch die Kooperationspartner (Caritas, Seniorenbund, Pensionistenverband, katholische Bildungseinrichtungen, Stadtgemeinde Vöcklabruck, TAU-KOLLEG Braunau, Franziskusschulen Vöcklabruck, SELBA, Seniorentanz Österreich…). Diese Vernetzung von verschiedenen Partnern hat Vorbildcharakter. Das Seniorenkompetenzzentrum ist eine überparteiliche Institution für die ältere Generation, um dem Alleinsein entgegen zu wirken nach dem Motto von St. Klara „Aktiv im Alter – gemeinsam gestalten, voneinander lernen, miteinander unterwegs sein.“

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer: „Ältere Menschen sind für ein Land ein großer Schatz an Erfahrung und Lebensweisheit. Und diesen Schatz zu heben ist Aufgabe des Seniorenkompetenzzentrums.“

Landesrat Josef Ackerl: „Viele Ältere können noch viel für die Gesellschaft beitragen, sie haben hohe geistige Kapazität, die viel zu wenig genützt wird.“

Hofrätin Dr. Margit Scholta, Sozialabteilung Land OÖ: „Dieser seniorengerechte Schwerpunkt im Seminarhaus St. Klara ist ein weiterer wichtiger Schritt für ein aktives Älterwerden, die Franziskanerinnen werden diesen Auftrag sicher gut erfüllen.“

Dipl.-Psychologe Simon Groß, Luxemburg, Festreferent: Die Entwicklung von Menschen soll über die gesamte Lebensspanne geführt werden. Der Begriff Altwerden sollte eigentlich gar nicht mehr verwendet werden, da die Älteren nicht ein halbes Jahrhundert als Senioren herumlaufen wollen. Das so genannte Alter hat heute schon 30 bis 40 Jahre. Und genau für diese lange Zeit gibt es vielfach noch keine Kultur für die Beteiligung an der Gesellschaft. Die Generationen sollen sich nicht als Gegner fühlen, sondern zwischen ihnen sollten keine Grenzen sein. Entscheidend ist generationsübergreifende Aktivität, „denn das Gefühl alt zu werden kann zwischen 18 und 80 immer wieder auftreten.“ Wichtig im Zusammenwirken von Alt und Jung sind Ältere Multiplikatoren, die auch Kurse leiten. „Man darf keine Angst haben im Rahmen der Möglichkeiten Verantwortungen zu übernehmen.“ Wichtig für ein Seniorenkompetenzzentrum ist auch das vernetzte Denken in der Servicearbeit. Viele Kooperationspartner sind hier wichtig um erfolgreich zu sein. Chancengleichheit bedeutet auch, dass niemand wegen seines Alters benachteiligt werden darf.

Seniorenkompetenzzentrum
Chor und Orchester des ORG Vöcklabruck
Chor und Orchester des ORG der Franziskanerinnen Vöcklabruck

 




Mag. (FH) Marlene Harringer-Michlmayr,
Projektleiterin
Dipl.-Psychologe Simon Groß,
Festreferent
Hofrätin Dr. Margit Scholta,
Sozialabteilung Land OÖ
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