Rückblick 2008


Fünfter Geburtstag Haus Lea

Am Samstag, 8. März, feierte das Haus Lea der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Oberthalheim / Timelkam seinen 5. Geburtstag in Anwesenheit zahlreicher Freunde und von Vöcklabrucks Bürgermeister Mag. Brunsteiner und Bezirkshauptmann HR Dr. Salinger. Musikalisch umrahmt wurde das Fest durch das exzellente Jazzduo Henschke und Prohaska aus Salzburg.


Sr. Teresa berichtet über
fünf Jahre Haus Lea

Das Jazzduo Henschke & Prohaska


Sr. Hiltrud bedankt sich für die
musikalische Umrahmung der Feier


Christoph Prohaska, Sabine Henschke,
Sr. Teresa, Sr. Hiltrud


Eröffnet am 8. März 2003 – am internationalen Frauentag – als Einrichtung der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, zwei Schwestern (Sr. Hiltrud und Sr. Teresa) leben im Haus und teilen den Lebensraum mit Frauen (und Kindern) in schwierigen Lebenssituationen. Drei Zimmer stehen zur Verfügung, dazu noch die gemeinsame Benützung von Küche, Wohnzimmer und Bäder. Wer Ruhe sucht, findet sie im Meditationsraum im Dachgeschoß.
Die Frauen erhalten Hilfestellungen in der Bewältigung ihres Alltages und werden in Einzelgesprächen von Sr. Hiltrud begleitet (ausgebildete Lebensberaterin).

Von 8.3.03 bis 8.3.08 waren insgesamt 56 Frauen und 26 Kinder im Haus, im letzten Jahr waren es waren 12 Frauen und 11 Kinder.

Soviele Kinder, so viele (sehr) junge Frauen, so viele wohnungslose Frauen waren noch nie innerhalb eines Jahres im Haus Lea!
Die Aufenthaltsdauer betrug in diesem Zeitraum 2 Wochen bis 8 Monate.
Bedenklich stimmt es, dass die Lebensgeschichten der Frauen immer komplizierter werden, nicht nur um Scheidung (damit verbundene Rechtanwaltkosten, Verleumdungen...) geht es, sondern auch um die Obsorge des Kindes, um Schulden, um Wohnungslosigkeit, um ein fehlendes soziales Netz… Es ist verwunderlich, dass diese Frauen noch fröhlich sein können!
Beim Einkauf geht es nicht um bio oder saisonal, sondern darum, kann ich mir das leisten – DER KORB – der Sozialmarkt in Vöcklabruck, ist dabei den Frauen eine große Hilfe.
Gebrauchte Kleidung für sie selbst und für die Kinder und natürlich finanzielle Unterstützung werden gerne angenommen.
Die Suche nach einer leistbaren Wohnung gleicht für viele einem Spießrutenlauf – entweder zu teuer, verschimmelt oder der Besitzer ist kinderfeindlich. Wer sollte da nicht verzweifeln?
Das Sozialzentrum steht den Frauen vom Haus Lea auch immer wieder mit Rat und Tat zur Seite, darüber sind sie sehr froh und nehmen die Hilfe auch dankbar an.

Für die Franziskanerinnen von Vöcklabruck ist ihr Einsatz für Frauen im Haus Lea ein wichtiger und sinnvoller Auftrag, als geistliche Frauen mithelfen zu können an der Verbesserung der Lebenssituation von Frauen. Sie tun dies, weil sie mit Christus an der Seite der Menschen, und hier besonders von Frauen und Kindern, stehen wollen.

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