Rückblick 2009

Bittet den Herrn der Ernte…

Dieses Jahr fand die Messe mit dem Bischof im Anliegen um geistliche und kirchliche Berufe am 24. April im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Vöcklabruck statt. Etwa 220 Personen waren der Einladung gefolgt. Es sind besonders die Ordensfrauen, die das Gebet um Berufungen tragen, aber auch Gäste aus den umliegenden Pfarren sind gekommen.

Sr. Kunigunde begrüßte den Bischof, danke ihm, dass er „den Dom zu Linz mit einer Klosterkapelle vertauscht“ habe und meinte, dass diese Feier auch ein Lob Gottes sei „für die Menschen, die vor uns ihre geistliche Berufung gelebt haben“ und eine Bitte, dass junge Frauen und Männer auch heute die Kraft für die geistliche Lebensform finden.

Bischof Ludwig Schwarz erinnerte in seiner Predigt an den Gründer der Franziskanerinnen, der im Jahre 1809 in Lasberg geboren wurde, und in Vöcklabruck
Hilfe für bedürftige Kinder und junge Mädchen organisierte. Er hat die soziale Not seiner Zeit erkannt und konkret eine Antwort darauf gefunden. Daraus ist die Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen entstanden. Sie stellen sich heute innovativ neuen Herausforderungen wie zum Beispiel im Haus Lea für Frauen in schwierigen Situationen oder in einem Einsatz in Kasachstan.

Ordensgemeinschaften haben in der Geschichte der Kirche immer die Not und die Bedürfnisse der Zeit aufgegriffen und der Kirche in ihren Umbrüchen neue Impulse gegeben. Auch heute muss die Kirche „nach neuen Berufungen und Berufen Ausschau halten, damit sie das Evangelium verkünden und den Menschen nahe sein kann“.
Wichtig ist das Zeugnis eines gelebten Glaubens: „Ohne Glaube haben wir keine Zukunft, ohne Glauben haben wir keine Berufe, ohne Glauben haben wir keinen Zugang zu Gott, ohne Glauben haben wir keine christlichen Familien“.

Bischof Ludwig hob drei Grundhaltungen für unsere Zeit des Umbruchs und des Wandels hervor: 1. eine innige Beziehung zu Christus und zu seinem Evangelium, 2. eine große Liebe zur Kirche, dazu gehört auch Ehrfurcht und Treue zum Papst und seinem Lehramt, 3. eine Liebe zum Nächsten, bes. zu den Armen und Notleidenden.

(Otmar Stütz)


« zurück