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Marienheim: Hausbesuch vor Heimeinzug – damit der Übergang gelingt

Der Hausbesuch bei zukünftigen Heimbewohnern vor ihrer Übersiedlung in das Alten- und Pflegeheim Marienheim der Franziskanerinnen in Gallspach wurde jetzt zu einer fixen Einrichtung. Diesem in Oberösterreich einzigartigen Vorzeigeservice für Ältere ging eine einjährige Erprobungsphase mit äußerst großem Zuspruch voraus. Damit der Übergang von Zuhause ins Heim bestmöglich gelingt. Eine Initiative, die für alle Beteiligten nur Vorteile bringt.
Die Übersiedlung von Zuhause in ein Heim ist immer ein sehr einschneidendes Erlebnis, nicht nur für die zukünftigen Bewohner, sondern oft auch für ihre Angehörigen. Sobald das Marienheim Gallspach meist von der Sozialberatungsstelle der Bezirkshauptmannschaft vom bevorstehenden Einzug eines neuen Bewohners erfährt, wird deshalb sofort mit ihm, viel häufiger aber noch mit den Angehörigen Kontakt aufgenommen. Angeboten wird dabei ein Hausbesuch von Mitarbeitern der Wohnbereiche und der Pflegedienstleitung des Heims. Und wenn gewünscht, erfolgt dann zu einem fixen Termin ein Kennenlern-Besuch. Denn um dieses erste Kennenlernen zwischen dem älteren Menschen, seinen Angehörigen und den Heimmitarbeitern geht es. Der zukünftige Bewohner erfährt bei diesem Treffen nicht nur viel über sein neues Zuhause, kann nicht nur Vorurteile abbauen, sondern er kann vor allen Dingen viele Fragen stellen, denn Fragen gibt es viele. Etwa: Wann ist das Essen? Wann ist es zum Schlafen? Wer hilft mir beim Anziehen? Darf ich mein Fotoalbum mitnehmen? Vermeintliche Kleinigkeiten, aber ganz wichtig, dass sie besprochen werden. Denn nur der gut informierte angehende Bewohner ist auch der beruhigte Bewohner. So kann viel Angst und Unsicherheit genommen werden, Vertrautheit entsteht. Und das neue Heim bekommt durch die Besucher ein sehr menschliches Gesicht. Für viele Heimbewohner bleiben die Erstbesucher auch später im Heim ihre wichtigsten Bezugspersonen. „Du bist die Wichtigste im Heim für mich“, hört man nicht selten, so die Pflegedienstleiterin DGKS Gertrude Huber. Und Heimleiter Wolfgang Cossée über den großen Wert der Vorab-Hausbesuche: „Ein neuer Bewohner kommt bei seiner Ankunft im Heim nicht mehr als Fremder, sondern schon als guter Bekannter.“ Aber auch die Angehörigen sind dankbar für diese Besuche, auch sie sind oft überfordert, sie können bei der Organisation unterstützt werden, und auch zu Unrecht bestehende Schuldgefühle können genommen werden. Sollten die künftigen Bewohner stationär im Krankenhaus sein, dann wird übrigens dort besucht. Durch die vielen Informationen beim Hausbesuch kann schon im Vorfeld im Heim alles bestens für einen gelungenen Einzug vorbereitet werden. Es kommt so auch keine Hektik auf, Vorlieben der neuen Gäste können gleich berücksichtigt, die Pflege schon optimal vorgeplant werden.
Der geplante Heimeinzug – damit ein schwerer Schritt im Leben gemeinsam gut gemeistert wird.


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