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Sr. Kunigunde Dr. Fürst – Preisträgerin des oö. Menschenrechtspreises 2012

Am Montag, 10. Dezember, wurde im Landhaus in Linz an Sr. Kunigunde Dr. Fürst von LH Dr. Josef Pühringer der Menschenrechtspreis des Landes OÖ 2012 feierlich übergeben. Jedes Jahr am 10. Dezember, am Tag der Deklaration der UN-Menschenrechte, wird in Oberösterreich an verdiente Persönlichkeiten und Organisationen dieser würdige Preis von der oö. Landesregierung vergeben. Neben Sr. Kunigunde Dr. Fürst bekam Albert Langanke ebenfalls den Menschenrechtspreis für seinen Einsatz gegen Faschismus und für internationale Solidarität.
Äußerst viele und prominente Ehrengäste, an der Spitze Bischof em. Dr. Maximilian Aichern und die Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, Sr. Angelika Garstenauer, und viele Festgäste nahmen am Festakt teil. Landeshauptmann Pühringer nannte das Recht auf Bildung, auf beste Gesundheitsversorgung und auf Teilhabe am kulturellen Leben als wichtige Bereiche der Menschenrechte. Da der Staat hier vielfach an seine Grenzen stoße, sei das Engagement der Zivilgesellschaft besonders wichtig. Seit Jahrzehnten setzen sich Sr. Kunigunde und die Franziskanerinnen von Vöcklabruck für ein Leben in Würde der sozial Schwächeren in unserer Gesellschaft ein. Sowohl in ihrer 18-jährigen Tätigkeit als Generaloberin als auch als Präsidentin der österreichischen Frauenorden hat Sr. Kunigunde hier viel Vorbildhaftes geleistet. Auf ihre Initiative hin entstand das Haus Lea, das Haus für Frauen in Krisen, und der Einsatz der Franziskanerinnen in Kasachstan im Bildungs- und Gesundheitswesen und im einfachen Mitleben dort. Engagiert ist Sr. Kunigunde auch im Elisabethstüberl in Vöcklabruck, wo Bedürftige ein warmes Essen bekommen, im Sozialmarkt und in der Hospizbewegung in Vöcklabruck und in den Krankenhäusern St. Josef Braunau und Grieskirchen. Dies alles liegt der Verleihung des Menschenrechtspreises zugrunde, so der Landeshauptmann, und dokumentiert eindrucksvoll das humanitäre Engagement von Sr. Kunigunde und der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Sie tragen dazu bei, dass Oberösterreich ein immer besseres Land wird, so LH Dr. Pühringer.
Sr. Kunigunde bedankte sich bei der Landesregierung, beim Landeshauptmann, bei ihren Mitschwestern und meinte, dass dieser besondere Einsatz der Franziskanerinnen auf franziskanischer Spiritualität beruhe. So nehmen die Franziskanerinnen wahr, was in der Welt belastend ist, sie verstecken sich nicht hinter Klostermauern, gehen hinein in die Welt von heute, setzen sich der Gesellschaft von heute aus und für sie ein. Viele kleine Dinge von vielen kleinen Menschen getan bewirken sehr wohl Veränderungen, so die Preisträgerin. Unterschiedslos sind die Menschen als Ebenbilder Gottes in ihrer Würde zu achten, besonders auch die Ausgegrenzten und Benachteiligten. Wichtig sei es immer auch, der Freude Raum zu geben, in vollem Vertrauen auf Gott zu setzen und so den inneren Frieden als Grund der wahren Freude zu erlangen, so Sr. Kunigunde.
Die mit dem Menschenrechtspreis verbundene finanzielle Anerkennung geht an vier Kasachinnen, die ab heurigem Herbst in Wien studieren. Sie begeisterten die Festteilnehmer durch die Aufführung eines kasachischen Tanzes. Das Ensemble MIRA, das auf besonderen Wunsch von Sr. Kunigunde das Fest wunderbar musikalisch umrahmte, bestach durch stilvolle und äußerst gut zur Thematik passende Lieder. Im Anschluss an die Verleihung gab es einen Empfang des Landes Oberösterreich.


Fotos: LandOÖ/KRAML

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