Berufung


In „anderer Freiheit“ leben – die evangelischen Räte

Im Evangelium gibt es viele „Räte“. Dennoch haben sich drei als die zentralen herausgebildet, weil sie die wesentlichen Grundcharakteristika der Lebensweise Jesu sind: Armut, ehelose Keuschheit und Gehorsam.
Ausgerichtet am Leben Jesu ist die Lebensform der Gelübde Ausdruck der Grundhaltung des Glaubens, des Vertrauens: Befreiung von krampfhafter Lebenssicherung wird möglich.
„Von hier aus wird deutlich, dass das, was die evangelischen Räte meinen, innere Momente eines jeglichen christlichen Glaubens, Bausteine einer Lebenskultur aus dem Evangelium sind.“ (Paul Michael Zulehner)

Manche lockt Gott, Christus nachzufolgen, an dem Platz, an dem sie stehen, und mit all ihren Gaben. Manche aber umwirbt er, alles zurückzulassen, um ihn auch in seiner Lebensweise radikaler nachzuahmen. Die evangelischen Räte sind somit ganz an die Person Jesu Christi gebunden und stehen als Lebensform in einem untrennbaren inneren Zusammenhang. Verwurzelt in der Vertrautheit mit Christus haben sie aber auch eine starke soziale Dimension und eine sozialkritische Botschaft: ein Leben mit anderen, ein Leben für andere und der radikale Verweis auf Transzendenz und Ewigkeit. (Josef Maureder, Wir kommen, wohin wir schauen)

Tau und Ring

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