offen. engagiert - mit Christus an der Seite der Menschen

Sr. Barbara Wundrack

„In der DDR war Religion nicht erwünscht: Wer religiös war, hatte Konflikte mit den Lehrern in der Schule, erhielt keine Ausbildung … Ich stamme aus einer sehr religiösen Familie, die mir sehr viel geholfen hat. In den Orden bin ich auf Gottes Ruf hin eingetreten. Ich würde es wieder tun!“

Sr. Barbara lebt gemeinsam mit Sr. Theresia in einer kleinen Wohnung im Caritas-Seniorenzentrum St. Benedikt in Brandenburg. Wie ihre Mitschwester engagiert sie sich dort als Seniorin ehrenamtlich. Die Tatsache, dass die DDR-Bürgerin trotz ihrer Religiosität eine Ausbildung als Kindergärtnerin erhielt, verdankt sie dem Caritas-Verband. Allerdings hat der Staat diese Ausbildung nicht anerkannt. Sr. Barbara arbeitete lange im Jugendseelsorgehaus des Bistums Berlin – „unter den Bedingungen, die in der DDR möglich waren“, betont sie. Denn trotz der strikten Ablehnung von Religion in der Deutschen Demokratischen Republik wurde in Berlin aufgrund der Nähe und der Berührungspunkte zum Westen mehr toleriert. So sind viele Ordensgemeinschaften erhalten geblieben.