Radikale Inklusion – Frei.Raum startete Veranstaltungsreihe „Zukunftsräume“ mit starkem Impuls
Rund 60 Gäste erlebten einen Abend zum Weiterdenken
Der Franziska-Wimmer-Saal im Mutterhaus der Franziskanerinnen von Vöcklabruck war bis zum letzten Sessel besetzt: Rund 60 Gäste kamen am Dienstagabend zum heurigen Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zukunftsräume“. Im Mittelpunkt stand ein Impulsvortrag der Historikerin, Journalistin und Autorin Hannah Wahl zum Thema „Radikale Inklusion“. Die nachfolgenden Diskussionen zeigten: Das Thema trifft einen Nerv.
Hannah Wahl, Autorin der Streitschrift „Radikale Inklusion“, hielt ihren Vortrag bewusst in einfacher Sprache – eine Entscheidung, die beim Publikum gut ankam. Ihre Botschaften waren klar und blieben hängen: Inklusion ist keine Frage der Kosten, sondern eine Frage der Menschenrechte. Und echte Inklusion bedeutet Veränderung an den Wurzeln – nicht als Ausnahme, sondern als Selbstverständlichkeit.
„Beinahe nirgendwo, wo Inklusion draufsteht, ist Inklusion drin. Radikale Inklusion bedeutet: Veränderung an den Wurzeln – immer, überall, ohne Ausnahmen. Nicht als Kostenfrage, sondern als Menschenrechtsfrage“, sagte Wahl. Nach dem Vortrag meldeten sich zahlreiche Gäste zu Wort. Auch beim Ausklang mit Imbiss und Getränken wurde noch lebhaft und engagiert diskutiert.
Auch die Franziskanerinnen selbst stellten sich der Selbstreflexion. Moderatorin Sr. Teresa Hametner sprach offen über den eigenen Nachholbedarf: „Bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung ist uns bewusst geworden, dass wir in Sachen Barrierefreiheit noch am Anfang stehen: Einfache Sprache und die Übersetzung in Gebärdensprache müssen wir in Zukunft mitdenken. Für heute haben wir uns eine Rampe und einen Treppensteiger ausgeborgt. Bitte etwas Geduld mit uns, wir sind auf dem Weg.“
Die Veranstaltungsreihe „Zukunftsräume“ des Frei.Raums wird im Herbst fortgesetzt.
Freuen sich über den erfolgreichen Start der heurigen „Zukunftsräume“: Moderatorin Sr. Teresa Hametner, Autorin Hannah Wahl, Elke Mayr, Leiterin Frei.Raum.
Foto (c) Sametinger – CommS







