Sr. M. Ernestine –
Anna Söllner

Sr. Ernestine wurde am 31. Dezember 1931 in Pettenbach geboren und am 5. Oktober 2019 um 12.55 Uhr in Vöcklabruck/St. Klara im 60. Professjahr vom Herrn heimgeholt.

Anna wuchs mit ihren fünf Geschwistern in einer gläubigen Familie auf. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule arbeitete sie als Hausgehilfin in Vöcklabruck und besuchte eifrig die Glaubensstunden in der Stadtpfarre. Der plötzliche Tod ihres Vaters traf die Familie schwer, ihre Mutter gab der Tochter dennoch das Ja zum Eintritt in unsere Gemeinschaft im März 1955.

Anna spürte schon lange eine Neigung zur Krankenpflege und wurde daher nach ihrem Eintritt in das Landeskrankenhaus Salzburg zur Ausbildung zur Diplomkrankenschwester geschickt, die sie 1958 mit sehr gutem Erfolg abschloss. Am 5. Februar 1960 legte sie ihre Profess ab und wirkte seit dem 6. Februar 1960 im Krankenhaus St. Josef in Braunau.

Zunächst arbeitete Sr. Ernestine mit viel Geschick und Liebe zwei Jahre lang auf der Kindersta- tion, bevor sie von 1962 bis 1986 im Babyzimmer mit Einfühlungsvermögen und Umsicht die Neugeborenen pflegte. Sie erkannte nicht nur jede kleine Veränderung bei den ihr anvertrauten Kleinen sofort und konnte meist rasch Abhilfe schaffen, sondern gab auch vielen besorgten Eltern gute und praktische Ratschläge. 1986 wurde ihr die Leitung der Endoskopie übertragen, wo sie ihr Können erweiterte und ihr vielfältiges Wissen auch im Umgang mit den sensiblen Apparaten kompetent einsetzte. Sr. Ernestine war eine gewissenhafte und fürsorgliche Krankenschwester, die verängstigte PatientInnen sehr gut trösten und MitarbeiterInnen viele ihrer Erfahrungen an- schaulich weitergeben konnte.

Auch nach der Beendigung ihrer Tätigkeit als Krankenschwester blieb sie durch Botengänge und Dienste am Auskunftstisch im Pfortenbereich dem Krankenhaus eng verbunden. Es gelang ihr vorbildlich, ihre Tätigkeiten mit dem Ordensleben in Einklang zu bringen und eine lebendige Be- ziehung zu Gott im Gebet und zu den Mitschwestern in der Gemeinschaft zu pflegen. Achtsamkeit und Aufmerksamkeit waren ihr in allen Lebensbereichen wichtige Grundhaltungen.

Ein Sturz im August dieses Jahres, bei dem sich Sr. Ernestine eine Wirbelfraktur zuzog, war der Beginn ihrer letzten Lebensphase, die sie im Mutterhaus und in St. Klara verbrachte. Möge Gott ihr jetzt die Fülle Seines Lebens schenken.

DER HERR SCHENKE DIR DEN FRIEDEN!

BEERDIGUNG am Freitag, 11. Oktober 2019 in Vöcklabruck

14.30 Uhr Aussegnung in der Aufbahrungshalle und Bestattung in Maria Schöndorf anschließend Auferstehungsgottesdienst in der Kapelle St. Klara

TOTENWACHE am Dienstag, 8. Oktober 2019 um 17.50 Uhr in der Kapelle St. Klara

Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck

Die Angehörigen

Schreiben Sie einen Kommentar!