„Vertrauen heißt…“

Gedanken zum Thema VERTRAUEN der Schwestern des Konvents Grieskirchen

 

… dass ich mich vorbehaltlos, bedingungslos, ehrlich und sicher auf jemanden verlassen kann – das trifft in vollem Umfang nur auf Gott zu, beim Vertrauen auf Menschen wird es diesbezüglich immer wieder Enttäuschungen, Rückschläge und Unsicherheiten geben; bei Vertrauen auf Menschen muss ich jedoch manches kritisch und realistisch hinterfragen, dabei auf Herz und Verstand hören.

… ehrlich und authentisch mit anderen umgehen und selber leben, was ich von anderen erwarte.

… manche Unsicherheit in Kauf nehmen und im Zweifel alles Gott zu überlassen, auch wenn dies Geduld, Ausdauer und einen Sprung über den eigenen Schatten bedeutet.

… sich verlassen auf Gott in der Gemeinschaft, in der Familie.

… sich führen lassen.

… meine Anliegen im Gebet vor Gott bringen. Ohne auf Gott vertrauen zu können, würde ich nicht mehr leben. In einer besonders schwierigen Situation haben wir klar spürbar Gottes Führung erlebt.

In der Bibel kommt das Wort Vertrauen 193-mal vor, z.B.:

    • Hab Vertrauen, ich bin es – fürchtet euch nicht
    • Vertraue immer und täglich auf den Herrn
    • Vertraue auf Gottes Schutz und seine Treue
    • Gehe mit großem Vertrauen durch das Leben

Vertrauen findest du nur bei Menschen, die deine Seele so behandeln, als wäre es ihre eigene.

… dass ich jemandem etwas zutraue, dass ich angenommen werde. Schön, wenn ich jemandem vertrauen kann. Gott kann ich immer vertrauen.

… meine Hoffnung auf Gott zu setzen, das war z.B.: in meiner Kindheit so – ich vertraute und hoffte, dass das Geld für die Schulbildung bezahlt werden konnte, ebenso vertraute ich in meiner Berufung zum Ordensleben. Ich vertraue und hoffe auf den Herrn, dass Gott wieder mehr Berufungen für unsere Gemeinschaft schenkt, obwohl die Schwestern jedes Jahr weniger werden.

So spricht der Herr, der dich erschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erwählt. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Mein bist du! Diese Worte aus Jes. 43,1 begleiten mich mein ganzes Leben. Sie hatten auch eine Bedeutung in meiner Berufung zum Ordensleben. In vielen Situationen schenkten sie mir das Vertrauen, dass Gott mein Leben in seinen Händen hält und alles vermag.

In Schwierigkeiten, die ja im Ordensleben auch nicht ausbleiben, gab mir das Wort „Was kann mich scheiden von der Liebe,“ Ps 139 immer wieder Vertrauen, den Weg der Nachfolge weiterzugehen.

Im alltäglichen Leben, in den Texten der hl. Messe und der hl. Schrift treffen mich oft Gedanken, die mir Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht schenken, z.B.: „Mit dir gehe ich alle meine Wege.“ Oder: „Vertrau auf Gott, er wird dir helfen, hoffe auf ihn, er wird deine Wege ebnen.

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