Führung mit Fokus auf das Positive
Leitungstag im Mutterhaus
Was ist der Unterschied zwischen einem Job und einer Aufgabe, die erfüllt? Zum Einstieg in den Leitungstag am 17. März im Mutterhaus erzählte Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer eine Geschichte: Ein Mann begegnete drei Arbeitern auf einer Baustelle und fragte sie, was sie tun. „Ich haue Steine“, sagte der erste. „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt“, antwortete der zweite. Der dritte lächelte und sagt: „Ich baue mit an einer Kathedrale.“ Alle drei taten dasselbe – aber sie sahen ihre Aufgabe völlig unterschiedlich. Diese Geschichte bringt auf den Punkt, worum es bei guter Führung geht. Sr. Angelika: „Als Führungskräfte haben wir entscheidenden Einfluss darauf, wie Menschen ihre Arbeit wahrnehmen – als Pflicht, als Job oder als sinnvollen Beitrag zu etwas Größerem.“
Führung braucht Bewusstsein und Entwicklung
Rund 50 Führungskräfte aus der Ordensgemeinschaft und den Betrieben der Franziskanerinnen von Vöcklabruck nahmen am diesjährigen Leitungstag im Mutterhaus teil.
„Gute Führung entsteht nicht nebenbei – sie entsteht durch Bewusstsein, Austausch und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln“, betonte Sr. Angelika. Der Leitungstag bot genau dafür Raum: für inhaltliche Impulse, gemeinsame Reflexion und Austausch über Führung in einer sich wandelnden Arbeitswelt.
Positive Leadership: Führung, die stärkt
Im Mittelpunkt stand der Ansatz der „Positive Leadership“, vermittelt durch den Psychotherapeuten, Trainer und Coach Johannes Seiler. Grundlage dafür ist das PERMA-Lead ® Modell, das aus der Positiven Psychologie entwickelt wurde.
Es beschreibt fünf zentrale Faktoren gelingender Führung:
- Positive Emotion – positive Emotionen ermöglichen
- Engagement – Engagement fördern
- Relationsships – tragfähige Beziehungen gestalten
- Meaning – Sinn vermitteln
- Accomplishment – Erreichtes sichtbar machen
Damit wird Führung bewusst weitergedacht: weg vom reinen Managen von Aufgaben hin zu Leadership – einer Haltung, die Menschen stärkt und Entwicklung ermöglicht.
Gemeinsames Arbeiten und Austausch
Der Leitungstag war als Mischung aus Input und gemeinsamer Arbeit gestaltet. Durch das Programm führte Sr. Teresa Hametner. Nach einem gemeinsamen Start am Vormittag folgten inhaltliche Arbeitsphasen, die Raum für Austausch und Vertiefung boten.
Am Nachmittag standen neben der weiteren inhaltlichen Arbeit auch die Prämierung und Vorstellung der Herzensprojekte am Programm. Mehr darüber …
Der Leitungstag machte deutlich: Gute Führung braucht Klarheit, Haltung und die Bereitschaft, sich selbst immer wieder zu reflektieren.





