#news aus dem Berufungspastoral-Team – 2025

Dezember 2025

Weihnachten – die Menschwerdung Gottes

Weihnachten ist mehr als Lichter und Geschenke. Es erinnert uns daran, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde – nah, verletzlich und voller Liebe. In der Krippe von Bethlehem zeigt sich: Gott kommt nicht in Macht, sondern als Kind. Er kennt unser Leben, unsere Freude und unsere Zweifel. Er sagt uns: Du bist nicht allein.

 

Freude und Hoffnung

Die Geburt Jesu bringt eine Freude, die tiefer reicht als festliche Stimmung. Sie gründet sich darauf, dass Gott unser Leben teilt. Zugleich schenkt Weihnachten Hoffnung: Gottes Licht dringt in jede Dunkelheit und eröffnet neue Wege – Veränderung und Neuanfang sind möglich.

 

Der rettende Jesus

Schon das Kind in der Krippe weist darauf hin: Jesus ist der Retter. Nicht mit politischer Stärke, sondern mit Liebe und Frieden verwandelt er Herzen und führt in die Gemeinschaft mit Gott. In ihm liegt das Versprechen: Gott rettet. Gott erneuert. Gott liebt.

 

Weihnachten lädt uns ein, neu zu entdecken:

Menschwerdung – Gott wird einer von uns sein.
✨ Freude – durch seine Nähe.
✨ Hoffnung – die das Licht bringt.
✨ Rettung – durch Jesus Christus.

So wird Weihnachten zum Fest der Liebe Gottes, die die Welt verändert – und uns mit ihr.

Sr. Isabel Kamande

Sr. Isabel Kamande

November 2025

Rosenwunder-Vibes

Von  der heiligen Elisabeth von Thüringen erzählt man: Sie brachte heimlich Brot zu den Armen – und als sie erwischt wurde, wurde das Brot zu Rosen.
Nicht Magic.
Love.
Weil echte Liebe Dinge verändert.

Heute braucht’s kein Wunder:
Ein nettes Wort.
Zuhören.
Jemandem Wärme schenken.
Kleine Gesten – große Wirkung.

Dein Mini-Move für andere kann mehr auslösen, als du denkst:
✨ ein Lächeln
✨ ein Funke Hoffnung
✨ ein Moment echte Menschlichkeit

Mach’s wie Elisabeth:
Bring Rosen in den Winter.

Sr. Ida Vorel

Sr. Ida Vorel

Oktober 2025

#gemeinschaft

Das Leben in Gemeinschaft ist eine große Bereicherung für alle, die bereit sind, diesen Weg der Nachfolge zu gehen. Wir unterstützen uns im alltäglichen Leben – durch unser gemeinsames Gebet, bei den Mahlzeiten, in den verschiedenen Gesprächen und durch das gemeinsame Ziel, das uns verbindet.

Ab und zu stärken besondere Ereignisse unsere Gemeinschaft: So zum Beispiel unser 175-Jahr-Jubiläum.  Aus diesem Anlass durften wir im Rahmen des Heiligen Jahres 2025 am Jubiläum des geweihten Lebens in Rom teilnehmen.

Vom 5. bis 10. Oktober waren wir – eine Gruppe von 20 Franziskanerinnen – als Pilgerinnen der Hoffnung unterwegs. Wir begegneten hunderten von Ordensschwestern und -Brüdern aus aller Welt und feierten gemeinsam mit Papst Leo XIV. die Heilige Messe.

Als Pilgerinnen durften wir viele Erfahrungen machen: Wir lernten Rom und seine Geschichte kennen, erlebten die Vielfalt der Sprachen und Nationalitäten und spürten die weltweite Verbundenheit des geweihten Lebens.

Noch wichtiger als die äußeren Ereignisse war für uns das gemeinsame Unterwegssein – Erfahrungen und Hoffnungen miteinander zu teilen und uns gegenseitig besser kennenzulernen. Da wir in verschiedenen Konventen leben, hat uns diese gemeinsame Zeit als Mitschwestern besonders gestärkt.

Die Erlebnisse dieser Tage werden uns noch lange begleiten. Sie haben sicher etwas in uns verändert. Als Pilgerinnen sind wir offener geworden – für die Begegnung miteinander und für die Menschen, die Gott uns auf unserem Weg schenkt.

Einfachheit und Dankbarkeit waren dabei zwei Haltungen, die uns getragen haben. Sie stärken unsere Berufung und geben uns Mut, Zuversicht und Vertrauen, in die Zukunft zu gehen.

 

Fragen zum Nachdenken:

Was stärkt dich in deinem Leben?

Was hilft dir, deiner Zukunft mit Mut entgegenzugehen?

Sr. Elisabeth Pérez Gutiérrez

Sr. Elisabeth Pérez Gutiérrez

September 2025

Staunen: zwischen Schreck-Moment und WOW-Effekt

 

In der römisch-katholischen Kirche ist die Schöpfungszeit seit einigen Jahren vom 1. September bis 4. Oktober. Am 4. Oktober feiert die Kirche Franz von Assisi. Ihn haben Naturerfahrungen zum Staunen gebracht. Ein Zeugnis davon ist der von ihm gedichtete Sonnengesang, der am häufigsten zitierte christliche Text.

Vor über 800 Jahren wurde in diesem Lied die Schöpfung besungen. Die Sonne, der Wind, der Mond und die Sterne, das Feuer, das Wasser, die Mutter Erde mit ihren Gaben, der Friede wird besungen, der Tod und das Lob Gottes.

Vielleicht hast du auch eine Natur-Erinnerung, bei der dir auch vor Staunen der Mund offen geblieben ist? An was kannst du dich erinnern?

Unlängst habe ich mit einem 1,5 Jahre alten Kind Zeit verbracht. Dabei habe ich unter anderem Seifenblasen durch die Luft fliegen lassen. Dem Kind fiel vor Schreck das Herz in die Hose. Angst und Schreck waren spürbar erlebbar. Die Seifenblasen waren unheimlich und gruselig. Allmählich wurden die Seifenblasen zugänglicher, vor allem aufgrund von Beschreibungen, Erklärungen und dem gemeinsamen Experimentieren. Irgendwann war klar: Seifenblasen tun nicht weh und man kann sie berühren oder voll Freude mit allen Sinnen genießen. Das erfordert Aufmerksamkeit und Geduld. Es entstand eine Faszination über die schillernden Farben und eine Begeisterung über die Unberechenbarkeit von Seifenblasen. Wow, das ganze Kind staunte und lebte mit dem eigenen Körper mit. Manchmal kann man sogar erleben, dass Seifenblasen die Richtung ändern oder in die Höhe fliegen. Das hatte einen tief berührenden Effekt. Das bringt zum Staunen.

Wenn ich staune, fliegt auch manchmal ein Gebet der Dankbarkeit zum Himmel. Das Kind hat mit Staunen neues gelernt. Das Bibelzitat: „Werdet wie die Kinder“ (Mt 18, 3) bekam für mich eine neue Nuance. Lerne in deinem Leben immer neu zu staunen. Neugierig zu sein und ein offenes Herz für das kommende zu haben. Staune und lass dich faszinieren wie ein Kind.

 

Fragen zum Nachdenken:

Ich mag staunen können – immer wieder. Du auch?

Mich macht staunen glücklich. Wann und wie staunst du?

Sr. Ruth Summer

August 2025

Für uns jüngere Franziskanerinnen ist das Leben in Gemeinschaft ein wesentlicher Beweggrund, dass wir uns für das Ordensleben entschieden haben. Miteinander den persönlichen Glauben teilen, gemeinsam aus dem Glauben heraus das Leben gestalten, sich mit vereinten Kräften für andere Menschen einsetzen – das ist für mich zutiefst sinnvoll.

Daher ist es wichtig, dass wir Schwestern uns auch untereinander kennen. Wir leben ja an unterschiedlichen Orten. Beim Come together im August haben sich die Schwestern, die in den letzten 17 Jahren eingetreten sind, und die Frau, die sich auf den Ordenseintritt vorbereitet, getroffen. Das ist eine Runde von neun Personen. Gespräche über den ersten bezahlten Job bis zu den verrücktesten Aktionen, über „Was brauche ich, damit ich mich in einer Gemeinschaft wohlfühle?“ bis zu „Wie hat sich mein Gottesbild im Lauf der Zeit verändert?“ ermöglichen ein vertieftes gegenseitiges Kennenlernen. Dann Vesper beten, das kirchliche Abendgebet, und danach – natürlich – gemeinsam Essen: grillen am Lagerfeuer. Es war so gemütlich, dass sogar das geplante Wickingerschach ausgefallen ist. Und zum Abschluss: spontane Dance party. Was sein muss, muss eben sein =)

Was ist mit dir:

Was denkst du über das Leben in Gemeinschaft? Wer sind die Menschen, mit denen du deinen Glauben teilst, die dich inspirieren und herausfordern?

Chill & Pray
Sr. Julia Gold

Sr. Julia Gold

Juli 2025

Impuls zu Bruder Feuer

Beim „Chill &Pray“ hab ich einen Impuls zu Bruder Feuer aus dem Sonnengesang von Franziskus gehalten – einen kleinen Teil möchte ich mit euch teilen!

Das Treffen für junge Erwachsene fand am 28. Juni bei uns statt – mit Lagerfeuer-Vesper, Grillen und chilligem Ausklang. Ein Abend voller guter Gespräche, Gemeinschaft und Gebet!

Was lehrt uns Bruder Feuer?

  • Feuer erleuchtet die Nacht.


    Wenn es dunkel wird – wenn Verwirrung, Traurigkeit oder Zweifel herrschen – zeigt Feuer den Weg.
    Du kannst dieses Licht in der Dunkelheit eines anderen sein.

  • Feuer bringt Wärme.

    Wir leben manchmal in einer kalten Welt – voller Urteile, Einsamkeit, Angst.
    Aber deine Freundlichkeit, deine Gegenwart, dein Lachen… das kann für jemanden Wärme sein.

  • Feuer ist mächtig.

    Und ja, wie alle Macht muss auch Feuer respektiert werden. Feuer kann zerstören, wenn man es nicht vorsichtig handhabt.
    Das gilt auch für unsere Gefühle. Wut, Eifersucht, Angst – sie können außer Kontrolle geraten. Aber Franz von Assisi erinnert uns: Selbst Feuer kann heilig sein, wenn wir es als Bruder sehen, nicht als Feind.

  • Feuer wandelt um.

    Denk mal darüber nach – Feuer verändert Dinge. Holz wird zu Asche. Metall wird stark.
    Vielleicht sind deine Kämpfe, deine Fehler, sogar deine Herzschmerzen — vielleicht sind sie das Feuer, das dich veredelt. Dich wahrer macht, ehrlicher, freundlicher usw.

SCHLUSSFOLGERUNG: DEIN FEUER IST WICHTIG.

Also, wenn es eine Botschaft gibt, die ich euch mitgeben möchte, dann ist es diese:

  • Dein Feuer ist wichtig.
  • Deine Leidenschaft ist ein Geschenk.
  • Deine Gefühle sind nicht zu viel. Sie sind Treibstoff für etwas Größeres.
  • Deine Stimme, deine Kreativität, deine Liebe — sie sind das Feuer, das die Welt braucht.
  • Sei wie Bruder Feuer: hell, fröhlich, stark.

Frage: Wofür brennst du?

Sr. Isabel Kamande

Sr. Isabel Kamande

Juni 2025

Pfingsten

Fast schon traditionell ist ein Teil von uns, dem Berufungspastoralteam, in Linz beim Pfingstfest von Loretto anzutreffen. Lobpreis, Preach, Abend der Barmherzigkeit, Workshops – da ist viel los!

Und jedes Jahr nehme ich mir ein neues Lobpreislied für meine persönliche Gebetszeit mit. Dieses Jahr hat mich das Lied „You say“ von Lauren Daigle sehr tief berührt.

Immer wieder fühle ich mich (und vielleicht auch du?) irgendwie nicht liebenswert, schwach, unwürdig, wertlos. Und das, obwohl ich an einen Gott glaube, der die Liebe ist.

Manchmal brauchen wir wohl alle eine Erinnerung an die Liebe Gottes.

Denken wir doch mal GRÖSSER von Gott!

👉🏻 Welche Bibelstelle erinnert dich immer wieder an die Liebe Gottes?

Liebe Grüße,
Sr. Ida

Sr. Julia, Sr. Isabel, Sr. Ida

Sr. Julia, Sr. Isabel und Sr. Ida

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