Professfeier: „Tag der Freude, der Dankbarkeit, der Hoffnung und des Staunens“
Fünfzehn Professjubiläen und ein Gelübde auf Lebenszeit feierten die Franziskanerinnen von Vöcklabruck am 5. September, der auch der Gründungstag der Gemeinschaft ist. „Es ist ein Tag der Freude, der Dankbarkeit, der Hoffnung und des Staunens über Gottes Treue.“ Mit diesen Worten eröffnete Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer die gestrige Professfeier in der Kapelle des Mutterhauses in Vöcklabruck. Hauptzelebrant Diözesanbischof Manfred Scheuer machte in seiner Predigt deutlich, dass Zahlen und Statistiken die innere Wirklichkeit von Berufung, Freude und Gemeinschaft nicht erfassen können, und dankte den Franziskanerinnen für ihr Wirken: „Durch euch ist der Sonnengesang des hl. Franziskus reich und lebendig geworden.“
„Ich bin ein bisschen nervös, es ist ja eine Entscheidung für mein ganzes Leben. Aber ich bin froh, dass ich den Weg so weit gegangen bin“, meinte Sr. Isabel Kamande, die gestern ihre Profess auf Lebenszeit ablegte. Für die Kenianerin blieb es bis kurz vor Beginn spannend, denn sie erwartete ihre Eltern aus Kenia. „Sie haben das Visum erst ab dem heutigen Tag erhalten und sind noch nicht da“, bangte sie kurz vor Beginn der Feier. Schließlich ging alles gut, und Sr. Isabel legte ihre Profess auf Lebenszeit in Anwesenheit ihrer Eltern ab.
Die Evangeliumsprozession gestalteten Sr. Isabel sowie einige Mitschwestern und Freundinnen aus Afrika – gemäß der den Franziskanerinnen von Vöcklabruck lieb gewordenen Tradition, immer auch Bräuche aus den Kulturen der Professschwestern in die Gestaltung der Feier einfließen zu lassen.
Dankbarer Blick zurück
„Ein Jubiläum lässt dankbar zurückblicken und staunend erkennen: Gott war da. Es ist nicht nur ein Blick zurück auf viele Jahre, sondern vor allem ein Bekenntnis: Gott ist treu – und auch ihr seid eurer Berufung treu geblieben“, sagte Sr. Angelika Garstenauer zu den fünfzehn Ordensschwestern, die 70, 65, 60, 50 und 40 Jahre Ordenszugehörigkeit feierten.
„Ich bin sehr dankbar“, sagte Sr. Blasia Ortbauer, die ihr 70-jähriges Professjubiläum feierte. „Eine Herausforderung war manchmal der Beruf – ich war Krankenschwester –, aber ich habe es gern gemacht!“
Auch Sr. Pauline Atzelsberger (65-jähriges Professjubiläum) und Sr. Rosemarie Falkner (60-jähriges Professjubiläum) blicken dankbar zurück:
Sr. Pauline: „Ich fühle mich herrlich! Wenn ich zurückdenke, muss ich sagen: Es war wirklich wunderbar!“
Sr. Rosemarie: „Es hat sehr gute Zeiten gegeben, auch verschiedene Herausforderungen, wo ich Zweifel hatte. Im Nachhinein bin ich draufgekommen, dass ich das gar nicht allein bewältigen musste. Dass Gott intensiv im Spiel war.“
Sr. Daniella Kreuzhuber (50-jähriges Professjubiläum) freut sich, dieses Jubiläum mit ihren Mitschwestern zu feiern: „Danke allen, die mich begleitet haben und für die ich da sein konnte. Ich danke Gott, dass ich hier sein darf.“
Sr. Franziska Buttinger (40-jähriges Professjubiläum) freute sich: „… dass ich das erleben darf und in voller Frische mitmachen kann!“
„Wenn man auf vierzig Jahre zurückschauen kann, ist das einfach sehr schön und besonders“, ergänzte Generalvikarin Sr. Teresa Hametner, die ebenfalls ihr 40-jähriges Jubiläum feierte.
Die Liste der Personen, denen Sr. Angelika Garstenauer dankte, war lang: dem Hauptzelebranten Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer, den Konzelebranten Generalvikar Severin Lederhilger, Provinzial Martin Leitgöb, Gert Smetanig, Michael Ngei Komu und Franz Wild. Weiters dankte sie Diakon Joachim Podechtl, Zeremoniär Ivan Brkić sowie allen, die mit ihren musikalischen und gestalterischen Beiträgen zum Gelingen der Feier beigetragen hatten. Ihr Dank galt außerdem der Generalvikarin und Ausbildungsleiterin Sr. Teresa Hametner sowie Sr. Johanna Pobitzer und Sr. Franziska Buttinger für die intensive Vorbereitung und Begleitung von Sr. Isabel Kamande. Nicht zuletzt dankte sie dem Team von Home Church für den professionellen Livestream der Feier sowie allen Schwestern und Mitarbeitenden für ihre Mithilfe im Vorfeld, im Hintergrund und vor Ort.
Das anschließende Festessen der Schwestern mit ihren Familien und Freund:innen fand im großen Festzelt im Garten hinter dem Mutterhaus statt. Am Nachmittag endete die Feier mit einer festlichen Vesper in der Mutterhauskapelle.
Fotos © Hiva Naghshi
Weitere Fotos finden Sie hier ab 8. September 2026.
Weitere Fotos finden Sie hier ab 8. September 2026.










































