#news aus dem Berufungspastoral-Team
April 2026
Mein Heimaturlaub in Kenia 2026
Im Februar dieses Jahres war ich auf Heimaturlaub in Kenia. Ich möchte mit euch ein paar Erlebnisse während meines Urlaubs teilen. Die Zeit mit meiner Familie hat mich sehr erfüllt. Die erste Woche war wegen der Umstellung vom kalten Wetter zur Wärme nicht einfach, doch später wurde es durch den Regen angenehmer.
Ich nahm an der jährlichen Wallfahrt auf den Berg Komarock in der Diözese Machakos teil. Es war beeindruckend, so viele Gläubige zu sehen (siehe erstes Foto). Einige Pilger: innen aus meiner Pfarre waren sogar fünf Tage zu Fuß dorthin unterwegs.
Die heilige Messe war sehr lebendig und hat mich tief berührt. Es wurden so viele Lebensmittel und Tiere (z.B. Ziegen, Schafe) als Dank gespendet, dass sie mit einem Lastwagen auf den Komarock transportiert werden mussten. In Kenia ist es normal, bei der Gabenbereitung Geld und Naturalien als Gaben zu bringen. Auf dem zweiten Foto sieht man gespendete Lebensmittel wie Reis und Zucker in großen Säcken.
Einen Teil der Fastenzeit verbrachte ich in Kenia und ich besuchte mit meinen Eltern viele Verwandte. Vor meiner Rückreise feierten wir ein gemeinsames Fest im Rahmen der Familie. Wir bereiteten eine Ziege zu, was für mich große Wertschätzung durch meine Familie ausdrückte. Die Reise war insgesamt sehr schön.


März 2026
Hoffnung
Sagt dir das Wort „Frequenzillusion“ etwas?
Vielleicht nicht, aber kennen tust du es bestimmt, da bin ich mir sehr sicher!Frequenzillusion beschreibt das Phänomen, wenn einem etwas zum ersten Mal aufgefallen ist und man dann meint, das Betreffende auf einmal andauernd zu sehen. Nun, ich stecke aktuell in so einer Illusion fest.
Seit einiger Zeit begegnen mir nämlich andauernd Steine von der Stoaroas! Falls du das nicht kennst, das sind Steine, die im ganzen Land umherreisen. Die Steine sind alle mit viel Liebe von Hand bemalt und haben auf der Rückseite die Postleitzahl vom Ursprungsort und können so auf Social Media gepostet werden. Und, sie dürfen dann weiterreisen und an einen neuen Ort gebracht werden.
Seit einiger Zeit finde ich diese Steine regelmäßig, vor allem rund ums Mutterhaus. Einer gefällt mir ganz besonders, den kannst du am Foto sehen.„Lächle deine Angst an, dann lächelt dir Hoffnung zurück.“
Hoffnung.
Die brauchen wir gerade sehr, wenn wir aufs Weltgeschehen schauen. Wenn ich so darüber nachdenke, dann bin ich wieder einmal sehr dankbar über meinen Glauben, der mir Hoffnung gibt. Hoffnung ist etwas, was wir, finde ich, ganz gut teilen können. Es ist ja noch Fastenzeit, und ich persönlich suche dieses Jahr nach dem „MEHR“ in meinem Leben. Und „mehr Hoffnung“ passt da sehr gut. Ich werde mir die Hoffnung für die restliche Fastenzeit ganz bewusst mitnehmen, und für den Stein natürlich einen neuen Platz suchen – vielleicht irgendwo, wo es mehr Hoffnung braucht!
Februar 2026
Franziskus – Mann des Friedens
Am 10. Jänner 2026 wurde das Franziskusjahr in der Kirche ausgerufen. Anlass dafür ist der Todestag von Franz von Assisi. Franz von Assisi ist vor 800 Jahren gestorben. Es gibt ein Dokument zum Franziskusjahr. Die darin klar zu findenden Worte sprechen für sich:
„Unsere Zeit unterscheidet sich nicht sehr von jener, in der Franziskus lebte, und gerade deshalb ist seine Lehre heute vielleicht noch aktueller und verständlicher. Wenn die christliche Nächstenliebe erlahmt, die Unwissenheit ebenso wächst wie die Unmoral, wenn diejenigen, die Eintracht unter den Völkern preisen, dies mehr aus Eigennutz als aus aufrichtig christlichem Geist tun; wenn das Virtuelle das Reale verdrängt, soziale Konflikte und Gewalt zum Alltag gehören und der Friede jeden Tag unsicherer und ferner wird – dann spornt dieses Jahr des heiligen Franziskus uns alle an, jeder nach seinen Möglichkeiten, den Armen von Assisi nachzuahmen, uns so weit wie möglich am Vorbild Christi zu formen und die Zielsetzungen des soeben beendeten Heiligen Jahres nicht zu vereiteln: Möge die Hoffnung, als deren Pilger wir unterwegs waren, nun in Eifer und glühende tätige Liebe verwandelt werden.“
(aus dem Dekret des Vatikans anlässlich des Franziskusjahres)
Ich finde die Worte herausfordernd und tagesaktuell. Brückenbauer für den Frieden brauchen wir dringend. Menschen der Tat. Von Franziskus, Franz von Assisi, stammen die Worte: „Verkündige das Evangelium, wenn notwendig mit Worten.“
Jänner 2026
Vom Beginnen
In den ersten Wochen des neuen Jahres feiern wir den Geburtstag unseres Gründers Sebastian Schwarz. Am selben Tag vor 17 Jahren begann ich mein Postulat (= eine Etappe am Anfang des Ordenslebens). Es war sein 200. Geburtstag. Ich konnte es nicht erwarten, mein Leben Gott und den Menschen in der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Vöcklabruck zu widmen.
Vielleicht denkst du auch manchmal, dass etwas Bestimmtes zu tun wäre oder dass es etwas Bestimmtes geben sollte. Überleg einfach, was dein Beitrag dazu ist! Was kannst du wann konkret tun, um dein Anliegen Wirklichkeit werden zu lassen?
Hier einige Impulse aus den Schriften von Sebastian Schwarz:
Unser Denken, Tun und Handeln wird durch das Andenken an Gott geordnet und geheiligt.
Wir lieben Gott in Wahrheit, wenn wir unseren Nächsten lieben.
Lassen wir uns die Not und das Elend unserer Mitmenschen zu Herzen gehen; suchen wir nach dem Beispiel Jesu, ihnen jederzeit mit Trost und Hilfe beizustehen.
Das Evangelium muss euch über alles teuer und wichtig sein.
Fürchten wir uns nicht, wenn Jesus bei uns ist; wenn wir auf ihn unser Vertrauen setzen, so wird uns nichts mangeln. Der Glaube der Christen muss lebendig sein, d.h. er muss sich durch gute Werke dartun, er muss sich in werktätiger Liebe zeigen und beweisen.
Die Bekehrung des Menschen fängt nicht vom Menschen, sondern allezeit von der Gnade Gottes an, der dem Menschen zuvorkommt, ihn erleuchtet und aufweckt.
Wenn auch unsere menschlichen Hoffnungen gar oft vereitelt werden, so hat doch die göttliche Vorsehung für jene, die nur für seine Ehre arbeiten, zu jeder Zeit unerschöpfliche Freude in Bereitschaft, wie ich aus eigener Erfahrung genugsam weiß.
Am 14. Jänner 1809 begann das Leben von Sebastian Schwarz in Lasberg im oberösterreichischen Mühlviertel. Er wurde Priester und wirkte u.a. in Vöcklabruck. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken hatten lange Dienstzeiten, sodass ihre Kinder unbeaufsichtigt aufwuchsen. Zur Erziehung und Herzensbildung dieser Kinder wurden wir Franziskanerinnen von Vöcklabruck gegründet. Mit der Zeit ergaben sich weitere Aufgaben wie die Sorge um kranke und alte Menschen, der Einsatz für Frauen in Notsituationen und pastorale Tätigkeiten.






