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Sr. Ida Vorel

„Während der Professliturgie sagt man sechsmal ‚Ich bin bereit‘. Die Gelübde sind eine Lebensentscheidung. Ich entscheide mich, mein Leben Gott zu übergeben. Natürlich gibt es auch Zweifel. Zweifel sind wichtig und gesund – ich habe es in der Hand zu entscheiden, wieviel Raum ich ihnen gebe.“

Sr. Ida Vorel legte am 8. August 2020 ihr Gelübde auf Lebenszeit ab. Die gelernte Gärtnerin und diplomierte Sozialpädagogin arbeitet als Assistentin im Hort der Franziskanerinnen in Vöcklabruck. Sie feiert im September ihren 27. Geburtstag – dem Orden ist sie mit 19 Jahren beigetreten. Sr. Ida ist in Bayreuth geboren und bald danach mit ihren Eltern nach Salzburg gekommen. Mit der katholischen Kirche hatte sie ihre ersten Berührungspunkte als Kleinkind, als zwei Pfarrschwestern sie nach dem Kindergarten betreuten. Später besuchte sie die Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck und die private Mittelschule der Augustinerinnen auf Schloss Goldenstein. Während ihrer Lehre zur Gärtnerin kam sie erneut mit den Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Berührung: „Ich wollte mal weg. So bin ich auf das Angebot des ‚Mitlebens auf Zeit‘ gestoßen und habe zehn Tage im Mutterhaus verbracht, ganz ohne Intention, ins Kloster zu gehen “, erzählt sie. „Nach dieser Zeit habe ich gewusst, dass es mich dort hinzieht. Das gemeinsame Leben, Beten, mit Gott sein, Arbeiten, Etwas-Sinnvolles-Tun … das hat mir gefallen. Meine Eltern haben gespürt, dass sich in dieser Zeit etwas verändert hat bei mir.“ Als sie ein Jahr später in den Orden eintrat, waren die Eltern erstaunt, können aber gut mit ihrem Entschluss leben und freuen sich mit ihr. „Sie kommen nicht aus einer katholischen Tradition und sind demgegenüber, was ich daraus angenommen habe, sehr un­vor­ein­ge­nommen gewesen. Am Wichtigsten ist ihnen­­­, dass ich glücklich bin.“