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Unterschiede machen unser Leben reicher

Vieles wird geschrieben über die verschiedenen Generationen – Generation Z, Generation Y, Digital Natives, Millennials, Babyboomer, Generation Silent (Weltkriegsgeneration)… und wie sie alle heißen. Es gibt sie auch im Kloster.

 

Die erstgenannten in einer kleinen überschaubaren Anzahl, die beiden letztgenannten bilden die zahlenmäßig größte Gruppe in unserer Gemeinschaft.

Natürlich werden die Unterschiede zwischen den Generationen auch in der Gemeinschaft spürbar.

Oft bei sogenannten „Kleinigkeiten“ oder auch gerade dann, wenn niemand damit rechnet.

Da entstehen „verzwickte“ Situationen und es braucht viel Mühe, wieder gut herauszukommen.

 

Manchmal aber ist es auch schön, bereichernd und befruchtend, vor allem dann, wenn jüngere Schwestern Aufgaben übernehmen und diese auf ihre Weise anpacken und sich mit Engagement und Freude einbringen.

Viele der älteren Schwestern begleiten dieses Tun auch mit Wohlwollen, mit ihrem Gebet, und bestärken und ermutigen. Immer wieder ist von der einen oder anderen älteren Schwester zu hören: „Ich könnte das nicht, aber die Jungen sollen etwas ausprobieren.“

 

Umgekehrt passiert es auch: wenn jüngere Schwestern interessiert sind, wie ältere Mitschwestern zu bestimmten Themen denken oder wie sie das eine oder andere Problem lösen würden.

Auch hier spüre ich Wohlwollen und Interesse an der anderen. Und ich denke, das ist im Zusammenleben von verschiedenen Generationen das Wichtigste: Interesse aneinander und Wohlwollen füreinander. Wenn diese beiden „Säulen“ in einer Gemeinschaft, in der Familie, in einem Arbeitsteam… vorhanden sind, dann führt ein Konflikt, eine gröbere Meinungsverschiedenheit nicht zum Bruch, dann gelingt das Zusammenleben – bei aller Unterschiedlichkeit!

 

Unterschiede – nicht nur zwischen den Generationen – sind oft anstrengend und mühsam, aber sie machen unser Leben reicher. Im Kloster und außerhalb des Klosters.

Sr. Teresa Hametner

Sr. Teresa Hametner, Generalvikarin

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